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Nov
06

Schleid kommt in die Dorferneuerung

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Schleids Bürgermeisterin Manuela Henkel nahm von Ministerin Birgit Keller die Urkunde für die Aufnahme in die Dorferneuerung entgegen (Foto: Martin Schuchert)

Am 26. Oktober nahm Schleids Bürgermeisterin Manuela Henkel von der Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Birgit Keller im Bürgerhaus von Nägelstedt die Urkunde für die Aufnahme in die Dorferneuerung entgegen. Ebenso nahmen an der Veranstaltung der Erste Beigeordnete Martin Schuchert und Michael Arnrich vom zuständigen Planungsbüro ZWO16 teil.

Konkret bedeutet dies nun für die Gemeinde, dass sie als Dorfregion mit allen vier Ortsteilen Schleid, Motzlar, Kranlucken und Zitters von 2018 bis 2022 im Rahmen des Programmes weiterentwickelt und gefördert wird. Insgesamt 24 Gemeinden aus ganz Thüringen wurden als Förderschwerpunkte der Dorfentwicklung anerkannt. „Für uns ist das eine riesige Chance, die wir unbedingt nutzen wollen“, erklärte die Bürgermeisterin. Die Gemeinde hatte gemeinsam mit den Dorfbeiräten sowie mit den Planungsbüros ZWO16 aus Geisa und Kehrer & Horn aus Suhl in den letzten zwei Jahren ein Entwicklungskonzept ausgearbeitet, dass einen Katalog mit zahlreichen Maßnahmen für alle vier Ortsteile enthält. „Nun gilt es, diese guten Ideen gemeinsam mit unseren Bürgern umzusetzen“, so die Bürgermeisterin.

Als Förderschwerpunkt anerkannt

Insgesamt stehen den Angaben zufolge in Thüringen voraussichtlich rund 30 Millionen Euro Fördermittel pro Jahr zur Verfügung. Die Anerkennung als Förderschwerpunkt ist noch keine Garantie, dass ein beantragtes Projekt gefördert wird, es eröffnet der Kommune aber die Chance sich für Fördermittel im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms zu bewerben. Der Zuschuss wird aufgrund bestimmter Auswahlkriterien und den verfügbaren Haushaltsmitteln bestimmt. „Das wir als kleine Gemeinde nicht über den größten Haushalt verfügen, ist uns klar“, so Manuela Henkel. „Hier ist dann eben auch manchmal Kreativität gefragt und wo ein Wille ist, da hat sich noch immer ein Weg gefunden.“

Gemeinschaft erleben

Die 1.100 Einwohner zählende Gemeinde hatte sich schon in den letzten Jahren ihren neuen Slogan „Gemeinschaft erleben“ auf die Fahnen geschrieben. „Mit diesem Motto sind wir uns sicher, dass wir gemeinsam mit den Bürgern, Gruppierungen und Vereinen einiges in den nächsten fünf Jahren auf den Weg bringen werden“, betonte die Bürgermeisterin. Bereits in der Vergangenheit hatte man mit dem ehrenamtlichen Engagement der Leute vor Ort gute Projekte umsetzen können. Besonders die gute zentrale Lage, die Anbindung an den Rhönradweg, die intakte Natur, die attraktiven Ortskerne, ein gutes nachbarschaftliches Miteinander sowie das hohe bürgerschaftliche Engagement will die Gemeinde als Vorteile für eine nachhaltige Dorf- und Regionalentwicklung nutzen. Die Kommune möchte bei der Umsetzung ihres Entwicklungskonzeptes aber nicht nur Wert auf neue bauliche Maßnahmen legen, sondern will Ortstypisches erhalten und generationsübergreifende sowie soziale Projekte und Angebote fördern. Unter anderem sollen eine Ortsgestaltungssatzung sowie ein Leerstandsmanagement erarbeitet werden, weiterhin will man sich auf die Förderung der Vereine, den Ausbau der Spielplätze, energetische Sanierung sowie auf die Verbesserung von touristischen Angeboten konzentrieren.

Bürgertreffen am 26. November

Als nächstes sollen alle Einwohner bei einem Bürgertreffen am Sonntag, den 26. November dieses Jahres ab 15 Uhr im Saal in Motzlar über die Möglichkeiten der Dorferneuerung, besonders über Fördermöglichkeiten für Private informiert werden. Neben einem kulturellen Rahmenprogramm, Vorführung des „Bürgervideos“ und Gemeindequiz wird Ortsbürgermeister Torsten Wronowski aus Nägelstedt seine Erfahrungen von gelungenen Projekten und Maßnahmen innerhalb der Dorferneuerung weitergeben. „Es ist uns wichtig, über den Tellerrand zu schauen und Erfahrungen anderer Gemeinden und Regionen mit einzubeziehen“, so Bürgermeisterin Manuela Henkel, die alle Bürger herzlich zum Bürgertreffen einlädt.