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Jan
29

Hohe Auszeichnung für Anneliese Deschauer

Anneliese Deschauer

In der Thüringer Staatskanzlei Erfurt: Anneliese Deschauer (Mitte), mit ihrem Mann Werner, Bürgermeister Martin Henkel, Ministerpräsident Bodo Ramelow, Abt Dr. Maximilian Heim von der Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz im Wienerwald, Landrat Reinhard Krebs sowie Kuratoriumsmitglieder der beiden Stiftungen aus Geisa und Bochum

Ministerpräsident Bodo Ramelow überreichte Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Am 11. Januar wurde die Geisaer Ehrenbürgerin Anneliese Deschauer im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei für ihr außerordentliches Engagement geehrt: Ministerpräsident überreicht ihr Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

„Fast 40 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer leisten für unser Gemeinwesen eine Arbeit, die nicht hoch genug zu schätzen ist“, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow. „Sie verstehen ihre eigenen Gaben als Aufgabe und sehen im eigenen Vermögen – dem geistigen wie dem materiellen – eine Verpflichtung. Ich empfinde großen Respekt für das, was diese Bürgerinnen und Bürger in und für Thüringen erreichen.“
„Mit der aus Dorndorf stammenden Anneliese Deschauer danken die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Thüringen einer außergewöhnlich engagierten Frau mit einer einzigartigen Lebensgeschichte, die die schicksalhaften Wendungen der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts spiegelt, die exemplarisch für Trennung und Wiedervereinigung steht und die gleichermaßen wirtschaftliches wie soziales Engagement ausweist“, so der Ministerpräsident.

Von Ost nach West und zurück

Anneliese Deschauer verbrachte in Dorndorf ihre Kindheit und Jugend, wohnte dann für vier Jahre in Geisa. Als junge Frau ging sie in den Westteil Deutschlands und baute in Bochum mit ihrem aus Geisa stammenden Ehemann Werner Deschauer ein erfolgreiches Handelsunternehmen auf. Als aktive Christen arbeiteten die Deschauers über viele Jahrzehnte nicht nur für die ökonomische Effizienz ihres Unternehmens, sondern orientierten sich immer an sozialen Werten.
Nach der Wiedervereinigung kehrte die sehr heimatverbundene Familie wieder in die Rhön zurück, um Zukunftsweisendes für die Stadt Geisa und die Region zu leisten. Sie engagierte sich insbesondere für den Denkmalschutz und die Sanierung historischer Bausubstanz. Über viele Jahre stellte Anneliese Deschauer große finanzielle Ressourcen zur Verfügung, mit denen das Bauerbe der Stadt – von der kleinen Kirchenorgel bis zum fürstlichen Schloss – erhalten werden konnte. Die Sanierung des Geisaer Barockschlosses wurde zu einem ihrer größten Projekte. „Heute haben mit der Point Alpha Stiftung und der Point Alpha Akademie zwei Institutionen ihren Sitz in dem Schloss, die sich der Aufgabe widmen, die Wirkungsweise von Diktaturen aufzuzeigen und für die Errungenschaften der Demokratie zu sensibilisieren.“, so der Ministerpräsident in seiner Ansprache.

Ein Glücksfall für Thüringen

Ein weiteres Projekt ist der Neubau der Deschauer Galerie am Schlossplatz in Geisa, für den das Ehepaar Anneliese und Werner Deschauer die Kosten für den Rohbau, die Ausstattung und Einrichtung des Gebäudes übernimmt. Die Galerie mit einem barrierefreien Ausstellungsbereich sowie Atelier- und Werkstatträumen wird als kulturelles Zentrum sowohl den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt als auch ihren Gästen zugutekommen.
Ministerpräsident Bodo Ramelow: „Wenn ich die vielen Leistungen in Wirtschaft, Kultur und im Sozialen in den Blick nehme, dann lässt sich mit Fug und Recht sagen: Anneliese Deschauer ist ein Glücksfall für Thüringen und insbesondere für die Rhön. Was sie in den vergangenen 25 Jahren für Geisa getan hat, geht weit über das hinaus, was ein einzelner Mensch im Laufe eines ganzen Lebens an Gutem bewirken kann.“
 

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