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Jul
01

Verleihung des Point-Alpha-Preises an Jean-Claude Juncker

Point Alpha Preis 2019

von links: Dr. Jürgen Aretz, Dr. Norbert Kleinheyer, Preisträger Jean-Claude Juncker und Christian Hirte (Foto: Point Alpha Stiftung)

Am 17. Juni 2019 wurde im ehemaligen US-Camp der Gedenkstätte Point Alpha der Präsident der europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, mit dem Point-Alpha-Preis des Kuratoriums Deutsche Einheit ausgezeichnet.

Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird seit 2015 für Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas verliehen. Frühere Preisträger sind unter anderem Michail Gorbatschow, George Bush sen. und Helmut Kohl.
Christian Hirte MdB, Präsident des Kuratoriums und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, begrüßte die ca. 500 anwesenden Gäste. Der 17. Juni sei auch heute noch ein wichtiges Datum für die deutsche Geschichte und Demokratie, so Hirte. An wenigen Orten sei die Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung so präsent wie auf Point Alpha. Mit Juncker werde heute, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, ein Mann ausgezeichnet, der das neue Europa anführe.

Zeichen für europäische Einigung

Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow und Hessens Justizministerin Eva Kühn-Hormann betonten den besonderen Wert des Friedens und der Demokratie. Der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, unterstrich in seinem Grußwort den Wert des Friedens für Europa und die Welt. Er hoffe, dass sich die aktuellen Entscheidungsträger ähnlich besonnen verhalten, wie die führenden Politiker im Herbst 1989. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Junckers Onkel, als hoher Justizbeamter, von den deutschen Besatzern nach Thüringen verschleppt. Es sei ein großes Zeichen für die europäische Einigung, dass nun ein Luxemburger den Point-Alpha-Preis erhalte, so Ramelow.
Für das Land Hessen nahm Justizministerin Eva Kühne-Hormann an der Preisverleihung teil und betonte die Bedeutung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, die mit dem Fall des Eisernen Vorhangs auch in Osteuropa etabliert wurden. Diese Werte seien aber nicht selbstverständlich und müssen von den Europäern verteidigt werden, wie jüngste Entwicklungen zeigten. Sie sprach den Wunsch aus, dass noch mehr Schüler aus Hessen, insbesondere aber auch aus Thüringen, sich auf Point Alpha, diesem authentischen Ort des Kalten Krieges, über die damit verbundenen leidvollen Erfahrungen informieren.

Schäuble hielt Laudatio

Die Laudatio für den Preisträger hielt der Bundestagspräsident und Point-Alpha-Preisträger Dr. Wolfgang Schäuble. Er lobte Juncker als überzeugten Europäer, der die europäische Union unter anderem durch sein Engagement für die gemeinsame Währung durch unruhiges Fahrwasser geführt habe. Als Luxemburger sei er immer ein Brückenbauer zwischen den verschiedenen Nationen und Interessen in Europa gewesen. In seiner Dankesrede betonte Juncker, er stehe gern an einer Grenze, die es nicht mehr gibt. Angesichts aktueller Entwicklungen forderte er die Europäer auf, selbstbewusst und energisch gegen Nationalismus und Populismus einzutreten. Wir müssen uns stärker füreinander interessieren, sagte der Präsident der Europäischen Kommission. Das europäische Einigungswerk sei noch nicht vollendet. Musikalisch wurde der von der Point Alpha Stiftung organisierte Festakt von dem Orchester der Lichtbergschule Eiterfeld unter Leitung von Winfried Möller umrahmt. Glückwünsche an den Preisträger gab es nach der Preisverleihung durch den Vorsitzenden des Stiftungsrates Dr. Heiko Wingenfeld sowie die beiden ehrenamtlichen Vorstände Berthold Jost und Dr. Eberhard Fennel.

Point Alpha Stiftung

 

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