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Mai
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Thüringer Corona-Verordnung vom 12. Mai

Heute wurde die Thüringer Verordnung zur Freigabe bislang beschränkter Bereiche und zur Fortentwicklung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 vom 12. Mai 2020 veröffentlicht.
Der Text der Verordnung und der neue Bußgeldkatalog zum Coronavirus sind hier nachzulesen:
Neue Thüringer Corona-Verordnung vom 12. Mai 2020
Bußgeldkatalog zum Coronavirus vom 12.05.2020

Die neue Verordnung tritt am 13. Mai in Kraft und gilt bis zum 5. Juni.

Hinweis: Für die aktuellsten Informationen zu den neuesten Rechtsentwicklungen nutzen Sie bitte die Informationsangebote der Thüringer Landesregierung unter 
Corona-Informationsportal Thüringen sowie des Wartburgkreises. Eine kurze Zusammenfassung zur neuen Corona-Verordnung finden Sie hier: 

Thüringer Corona-Verordnung vom 12. Mai 2020
Als Grundsätze in der Verordnung festgehalten sind das Abstandsgebot, die Kontaktbeschränkungen, die Verwendung von Mund-Nasen-Bedeckungen und das Vorhandensein von Infektionsschutzkonzepten.
Weiterhin ist jede Person angehalten, die physisch-sozialen Kontakte zu anderen Menschen auf ein nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand von wenigstens 1,5 Meter einzuhalten. Die Kontaktbeschränkungen werden leicht gelockert. Die neue Verordnung gestattet Zusammenkünfte von Angehörigen eines Haushalts mit den Angehörigen eines weiteren Haushalts. Die Verwendung von Mund-Nasen-Bedeckungen im Einzelhandel und im ÖPNV ist zukünftig bußgeldbewehrt. Für die Öffnung von Einrichtungen und Angeboten ist das Vorhandensein von Infektionsschutzkonzepten Bedingung.

Fahrplan des Thüringer Gesundheitsministeriums zur neuen Coronavirus-Eindämmungsverordnung:

Ab 13. Mai:

Öffnen dürfen alle Einrichtungen und Angebote, die ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen können und die in dieser Verordnung nicht gesondert geregelt sind. Gestattet ist also beispielsweise die Öffnung von Eltern-Kind-Kureinrichtungen, Frauen- und Familienzentren, Jugendfreizeitstätten.
Voraussetzung für die Öffnung ist immer das Vorhandensein eines Hygiene- und Schutzkonzeptes. Für die Öffnung ist keine Antragstellung notwendig, aber die Hygiene- und Schutzkonzepte müssen den zuständigen Behörden auf Verlangen vorgelegt werden. Die Schutzkonzepte müssen u.a. folgende Punkte umfassen:
1.         Angaben zur genutzten Raumgröße in Gebäuden,
2.         Angaben zur begehbaren Grundstücksflächen unter freiem Himmel,
3.         Angaben zur raumlufttechnischen Ausstattung,
4.         Maßnahmen zur regelmäßigen Be- und Entlüftung,
5.         Maßnahmen zur weitgehenden Gewährleistung des Mindestabstands,
6.         Maßnahmen zur angemessenen Beschränkung des Publikumsverkehrs,
7.         Maßnahmen zur Einhaltung der Infektionsschutzregeln,
8.         Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeitsschutzes für die Beschäftigten.
Für den Handel, Hotels und Gaststätten, stationäre Alten- und Pflegeeinrichtungen, Friseursalons, Kosmetikstudios, Fußpflege sowie Physiotherapie und andere therapeutische Praxen gibt es konkretisierende Branchenregelungen zu den anzuwendenden Hygiene- und Arbeitsschutzmaßnahmen:

Branchenregelungen des Thür. Gesundheitsministeriums

Schrittweise erste Lockerungen der Besuchsverbote für stationäre Einrichtungen der Pflege und besondere Wohnformen für Menschen mit Behinderungen. Dafür gelten grundsätzlich die folgenden Regelungen:

  • Wiederkehrende Besuche sind für eine fest definierte Person zugelassen.
  • Der Besuchszeitraum darf maximal zwei Stunden am Tag nicht überschreiten.
  • Entsprechend der Größe der Einrichtung ist nur so vielen Besucherinnen und Besuchern der Zutritt des Hauses zu gewähren, wie eindeutig die vorgegebenen Abstands- und Hygienemaßnahmen sicher einhalten können.
  • Bereichsbezogene Zutrittsbeschränkungen sowie konkrete Wege für die Besucherinnen und Besucher innerhalb der Einrichtung (Flure, Sanitärräume, Besucherraum, Privatzimmer der Bewohnerinnen und Bewohner) sind festzulegen.
  • Sowohl Besucherinnen und Besucher als auch Bewohnerinnen und Bewohner sollen soweit es der Gesundheitszustand zulässt während des gesamten Aufenthaltes in der Einrichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Ab 15. Mai:

Öffnung von Gastronomie und sonstigen touristischen Angeboten.

Ab 18. Mai:

Übergang der Kindertageseinrichtungen von der erweiterten Notbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb, an dem alle Kinder gleichberechtigt teilnehmen.  Über die Reihenfolge und den genauen Zeitpunkt entscheiden die Landkreise und kreisfreien Städte in eigener Verantwortung und in Abstimmung mit den Trägern. Spätestens ab dem 15. Juni 2020 müssen alle Kindertageseinrichtungen den eingeschränkten Regelbetrieb aufgenommen haben.

Ab 1. Juni:

Öffnung von Fitnessstudios, Schwimmbädern unter freiem Himmel und Badeseen, Vereins-, Sport- und Freizeiteinrichtungen und -angebote in geschlossenen Räumen

Bis mindestens 5. Juni weiterhin geschlossen bzw. untersagt:

Geschlossen bleiben Bereiche, in denen die Hygieneregeln besonders schwer einzuhalten sind oder die Kontaktverfolgung schwierig ist. Dazu zählen unter anderem Hallenbäder, Saunen, Thermen, Kinos und Diskotheken. Außerdem bleibt professioneller Mannschaftssport untersagt.

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