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2. Rhöner Wandertag & Geiserämter Fest

 

Resümee


Geiseraemterfest

Liebe Wander- und Naturfreunde,

bei diesem besonderen überregionalen Wanderevent hatten Sie die Gelegenheit, eine historische Kultur- und Naturlandschaft im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön kennenzulernen:

zum 2. Rhöner Wandertag am 30. und 31. Juli 2011 in Geisa.

Unser Rhönstädtchen Geisa war Austragungsort dieses Wanderevents, das in der 2. Auflage durch die länderübergreifende Regionale Arbeitsgemeinschaft Rhön ausgeschrieben wurde. Erwandert wurden die schönsten Seiten eines einzigartigen Mittelgebirges, das sich über 3 Bundesländer (Bayern, Hessen und Thüringen) erstreckt!

Sie konnten die mittelalterliche Stadt Geisa an der Ulster mit historischem Stadtkern und Schlossensemble sowie malerische Rhöndörfer kennenlernen! Weiterhin erlebten Sie Natur pur, herrliche Ausblicke, Rhöner Gastlichkeit und traditionelle Kultur!

An der ehemaligen innerdeutschen Grenze, zwischen Geisa (Thüringen) und Rasdorf (Hessen) gelegen, befindet sich eine einmalige Gedenkstätte: Point Alpha. Der historische US-Beobachtungsstützpunkt erinnert an die Zeit, als hier im sogenannten "Fulda Gap" jederzeit der Beginn eines Dritten Weltkriegs erwartet wurde und Point Alpha der wichtigste Vorposten der NATO war. Nur einen Steinwurf vom Camp entfernt markieren der DDR-Grenzturm und die Rekonstruktion der Sperranlagen die Unmenschlichkeit der Grenze, die vierzig Jahre lang Deutschland, Europa und die Welt teilte. Im Grenzmuseum sind die Mechanismen der Unterdrückungsapparates zu sehen, während eine multimediale Ausstellung die Erinnerung an die Friedliche Revolution bewahrt. Wenige Schritte entfernt ragen auf dem ehemaligen Todesstreifen die 14 Stationen des "Wegs der Hoffnung" auf (www.pointalpha.com).

Zum 2. Rhöner Wandertag wurden verschiedene geführte Wanderungen angeboten, außerdem gab es eine Vielzahl von Veranstaltungsangeboten, historisches Markttreiben und Kulturevents. Eine Neuauflage erfuhr hierbei das "Geiserämter Fest" mit verschiedenen Aktionen und Spektakel über eine komplette Woche. Höhepunkt war der mittelalterliche Handwerkermarkt am 30. und 31. Juli 2011 in der historischen Innenstadt von Geisa.

Danke, für Ihren Besuch zum 2. Rhöner Wandertag in Geisa!

Wandertouren

Alle Wanderfreunde sind eingeladen, zwischen 5 geführten Wanderungen unterschiedlicher Länge und Strecke auszuwählen.

Geführte Wandertouren zum 2. Rhöner Wandertag am 30. und 31. Juli 2011 in Geisa:
Folgende Strecken werden angeboten: W 1 - Point Alpha Weg (15 km); W 2 - Naturlehrpfad "Geisaer Wald" (14 km); W 3 - Rundweg um Geisa (3,5 km); W 4 - Familientour Point Alpha (5 km) und W 5 - Historischer Lehrpfad "Rockenstuhl" (11 km).

Start der geführten Wanderungen W1, W2, W3 und W5: 10.00 Uhr am Kulturhaus Geisa (Bahnhofstraße).
Informationen an den Wander-Tipis vor dem Kulturhaus
Start der geführten Wanderung W4: 10.00 Uhr, 11.00 Uhr und 14 Uhr Haus auf der Grenze an der Gedenkstätte Point Alpha

Zusätzlich am 30. Juli: Start der beiden Wanderungen W3 und W5 nach der Eröffnungsveranstaltung (gegen 11.30 Uhr) auch vom Schlossplatz/Gangolfiberg.

Alle Routen sind farbig gekennzeichnet, so dass jeder die einzelnen Touren auch selbstständig erwandern kann.


w1Länge: 14,6 km - Gehzeit ca. 5 Std.
Höhenunterschied: 150 m
Verlauf: Schlossplatz Geisa - 1,5 km - Beginn "Schlangenpfad" - 3 km - "Kreuz der Geiserämter" - 4 km - Wiesenfeld - 3,5 km - Parkplatz "Haus auf der Grenze" - 0,5 km - US-Camp Point Alpha - 2,5 km - Schlossplatz Geisa

Vom Schlossplatz verläuft der mit einem roten "P" auf weißem Grund markierte Weg vorbei am Gangolfiberg und der historischen Stadtmauer mit dem Diebstürmchen hinab in die Ulsterauen. Hier passiert der Weg das Sport- und Schulgelände von Geisa. Nach Überquerung der Schleider Straße steigt der Weg leicht an, vorbei am alten Jüdischen Friedhof. Nach ca. 500 m erreichen wir den Beginn des "Schlangenpfades". Entlang des Steilhanges schlängelt sich der Pfad durch Buchenwald. Oberhalb von Schleid verlassen wir den Wald. Von hier aus wandern wir in südlicher Richtung ca. 300 m auf einem ausgebauten Waldweg am Hang des Bocksberges, bevor wir auf einen schmalen Pfad mit Blick ins Ulstertal entlang des Wandrandes abbiegen. Am Fuße des Rockenstuhls erreichen wir einen Schotterweg, der uns in den Wald und hinauf zum Kreuz der Geiserämter führt. Der Aussichtspunkt auf dem Plateau entschädigt für den steilen Aufstieg und lädt zu einer gemütlichen Rast ein. Vom Kreuz der Geiserämter wandern wir in nördlicher Richtung und biegen am Waldrand nach rechts ab. Nach ca. 600 m befindet sich rechts der Aussichtspunkt "Ulsterblick", welcher über einen kurzen Stichweg mit der Extratour verbunden ist und einen eindrucksvollen Blick ins Ulstertal erlaubt. Nach einer längeren Waldpassage gelangen wir vorbei an der Wiesenfelder Grotte ins Tal der Baches "Geisa". Nachdem wir den Back gequert haben führt uns der Weg in die Ortschaft Wiesenfeld. Auf dem Dorfplatz mit Brunnen halten wir uns rechts und kurz darauf wieder links bevor wir über einen Wiesenweg und durch ein kurzes Waldstück auf den ehemaligen Kolonnenweg gelangen. Diesem folgen wir ca. 1 km bis zum "Haus auf der Grenze". Entlang des Kolonnenweges mit der Darstellung der ehemaligen DDR-Grenzanlangen führt der Weg zum ehemaligen US-Camp Point Alpha. Direkt am Eingang biegt die Extratour rechts ab Richtung Rasdorfer Berg. Nach einer kurzen Waldpassage bietet sich eine herrliche Aussicht ins Ulstertal und auf Geisa. Die Extratour verlässt den Schotterweg und gelangt auf Wiesenwege hinab nach Geisa. Auf der Buttlarer, Rasdorfer und Werner-Deschauer-Straße wandern wir vorbei an der Kirche dem Rathaus zum Schlossplatz zurück.

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w2Länge: 14 km - Gehzeit ca. 4 Std.
Höhenunterschied: 380 m
Zielhöhe: rund 660 üNN
Schwierigkeitsgrad: mittel (ansteigende und ebene Teilstrecken)
Markierung: HWO 1 (geschlossenes rotes Dreieck)
Teilstrecken: ab Kulturhaus - 5,5 km; Frühstücksbuchenplatz - 1,5 km; Waldhaus mit Bornwiese

Charakteristik:
Abwechslungsreiche Wanderung in typischer Rhönlandschaft mit weiten Ausblicken und Panoramawegen sowie schönen Rastplätzen bis zum Ziel. An 14 Tafeln kann man sich über Ziele und Aufgaben des Biosphärenreservats Rhön, das Naturschutzgebiet Ulster, Flora und Fauna der Rhön, Land- und Forstwirtschaft, über die Vegetation am Waldrand und Basaltblockhalden informieren.

Webverlauf:
Am Kulturhaus vorbei wird in östlicher Richtung die B278 überquert und zum Schleidsberg hinauf der Markierung des HWO 1 gefolgt. Hier erreicht man die erste Panoramatafel mit großartiger Aussicht auf Geisa und die angrenzenden Dörfer sowie die malerische Landschaft des Ulstertales. Über einen Panoramaweg gelangt man zu einem Sportplatz mit Schutzhütte. Weiter geht es durch offene Flur zum Silberdistelblick (Panoramatafel) mit Aussichten zu den bewaldeten Höhenzügen der Vorderrhön bis zum Monte Kali und dem Soisberg (Hessisches Kegelspiel) und zum Spielbergkreuz mit Blick ins Kohlbachtal und zur Hohen Rhön. Dann erreicht man den Frühstücksbuchenplatz, früher Rastplatz für Fuhrleute und Waldarbeiter, mit überdachten Sitzgruppen, einer Schutzhütte und einem geschützt liegenden Grillplatz. In der Nähe stand die einst größte Buche der Rhön. Nach Passieren der Schranke wandert man bis zum Rechtsabbieger. Diesem folgt man durch Buchenbestände bis zum legendären Waldhäuschen.
Das Waldhaus wurde 1975 aus Gründen der Grenzsicherheit abgerissen und konnte erst nach Überwindung etlicher Hürden und unter Einhaltung einiger Auflagen der Naturschutzbehörde unter der Leitung der "Interessengemeinschaft Geisaer Wald" mit Hilfe der Bevölkerung 1998 wieder errichtet werden.

Rückweg: Dem HWO 1 folgend über den Frühstücksbuchenplatz bis Abzweig Zitters. Hier der Markierung folgen bis zum Kirchweg, Diesen wandern wir in westlicher Richtung weiter bis über den ehemaligen Kranluckener Sportplatz. Von da aus führt der Weg um den Schleidsberg. Oberhalb des Wasserbassins treffen wir wieder auf den HWO 1, welcher uns nach Geisa zurückführt.

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w3Länge: 3,5 km
Gehzeit: ca. 1,5 Std.
Schwierigkeitsgrad: gering

Charakteristik:
Der Wanderweg ist auch für mobilitätseingeschränkte und ältere Personen sowie Familien mit kleinen Kindern geeignet. Auf der Fast ebenen Streckenführung gibt es nur auf der Schleider Straße einen geringfügigen Anstieg.
Man bewegt sich fast ausschließlich auf befestigten Wegen und Straßen. Sehenswert ist der Blick über den Stadtkern zum Schlossensemble, die Silhouette der malerisch auf einem Hügel gelegenen Oberstadt, die wechselnde Ulsterlandschaft sowie der Weg am Geisbach entlang mit Blick auf die gut erhaltene Stadtmauer, welche mit Nebengebäuden bebaut wurde. Außerdem fügt sich noch der Turm der Stadtpfarrkirche als Blickfang in das Gesamtbild ein. Die die Stadt umgebenden Berge mit Schleidsberg, Rockenstuhl, Weinberg und Siebenborn runden das Landschaftsbild harmonisch ab.

Wegverlauf:
Die Wanderung beginnt am Schlossplatz, führt über den Gangolfiberg am Zentgericht vorbei bis zur Alleestraße. Dieser folgen wir in Richtung Schleid bis über die Ulsterbrücke. Hier führt der Weg weiter über den Radweg bis zum Kulturhaus. Auf der L1026 in westl. Richtung wenden wir uns über die große Ulsterbrücke in Richtung Geisa bis zum Gasthaus "Goldener Stern". Hier überqueren wir die Hauptstraße. Durch das Eisfeld führt der Weg links abzweigend an der Geis entlang bis zur Wiesenfelder Strßae. Über eine kleine Brücke in östlicher Richtung kommen wir zur Alleestraße, welche uns zurück in das Stadtzentrum führt.

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w4Länge: ca. 7 km
Gehzeit: ca. 2 Std.

Gedenkstätte Point Alpha (Haus auf der Grenze) - 2 km - Ende "Weg der Hoffnung" - 1,5 km - Wiesenfelder Turm - 1,5 km - "Weg der Hoffnung" - 2 km - Gedenkstätte Point Alpha (Haus auf der Grenze)

Der Mauerbau 1961 wurde zum Symbol für die deutsche Teilung und die 1378 Kilometer lange Grenze, die nicht nur Deutschland, sondern auch Europa und die Welt teilte. Die Gedenkstätte Point Alpha erinnert an die Zeit, als hier im sogenannten "Fulda-Gap" der Beginn eines Dritten Weltkriegs erwartet wurde und Point Alpha der wichtigste Vorposten der NATO war.
Die Familientour führt entlang des Grünen Bandes an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, mitten durch die wunderschöne Landschaft des Biosphärenreservats Rhön. Hier kann man Geschichte hautnah erleben. Mit fachkundigen und kindgerechten Erläuterungen zur Geschichte der deutschen Teilung und zum Erinnerungsort Point Alpha beginnt die Wanderung im Außengelände der Gedenkstätte Point Alpha (Parkplatz Haus auf der Grenze). Wenige Schritte entfernt ragen auf dem ehemaligen Todesstreifen die Stationen des "Wegs der Hoffnung" auf. Die Skulpturenserie, die in Anlehnung an den biblischen Kreuzweg für die lange und leidvolle Vorgeschichte des gewaltlosen Umbruchs von 1989 steht, wurde zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit vollendet. Entlang des Weges erhalten Sie Informationen zum inhaltlichen Anspruch und zur künstlerischen Umsetzung des Projektes der Point Alpha Stiftung sowie Erläuterungen zu den einzelnen Stationen. Die eindrucksvolle Aussicht an der letzten Station "Hoffnung" lädt zur kurzen Ruhepause ein.
Ein 1.5 km langer Weg führt weiter entlang des ehemaligen Kolonnenwegs in Richtung Wiesenfeld. Kurz vor der Ortschaft gelangt man zu einem original erhaltenen Beobachtungsturm der DDR-Grenztruppen. Von hier aus besteht die Möglichkeit direkt nach Geisa weiterzuwandern (ca. 6 km) oder im Gespräch und Austausch den Rückweg zur Gedenkstätte Point Alpha anzutreten.

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w5Gesamtlänge: 11 km - Gehzeit: ca. 3,5 Std.
Zielhöhe: 530 üNN
Höhenunterschied: 230 m
Schwierigkeitsgrad: mittel (leichte bis mittlere Steigungen)
Markierungen: schwarzes HL auf weißem Spiegel, grüne Hinweisschilder mit weißer Schrift, braunes Dreieck an den Lehrtafeln

Aussichtspunkte:
Am Ulsterblick Aussichten in die Berge der Vorderrhön bis hin zu den Kalihalden und zum Kohlbachsgrund, am Kreuz der Geiserämter ins "Hessische Kegelspiel", auf der Aussichtsplattform am Schutzhaus des Rockenstuhls in das obere Ulstertal und in die "Hohe Rhön"

Charakteristik:
Der Lehrpfad informiert unter anderem an Hand von 10 Infopunkten und Anschauungstafeln über Denkmale, denkmalgeschützte Gebäude, Bodendenkmale und hervorragende Persönlichkeiten der Stadt.

Sehenswürdigkeiten:
Schlossplatzensemble mit Point Alpha Akademie, Gangolfiberg mit Kircher-Denkmal und Zentgericht, Friedhofskapelle, "Kreuz der Geiserämter", Reste der ehemaligen Burganlage auf dem Rockenstuhl

Streckenverlauf:
Vom Schlossplatz über den Gangolfiberg gelangt man zur Alleestraße, hält sich dort links, an der folgenden Gabelung wiederum links, und nach rund 100 m biegt man nach rechts auf den Pdad zum Judenfriedhof ein. Von hier geht es über einen quer verlaufenden Wiesenweg nach rechts auf den Hauptweg. Am Waldrand links findet man den "Schlangenpfad", der teilweise stark ansteigend an einer überdachten Sitzgruppe unterhalb des Bocksberges endet. Links am Bocksberg vorbei, wandert man über die folgende Wegspinne durch den Hohlweg bergauf und geht dann an der Gabelung links über den "Ulsterblick" (Stichweg) gerade aus durch Kiefernforst zum "Kreuz der Geiserämter". (Fünf Meter hohes Kreuz, welches zum Mittelalterfest 2006 eingeweiht wurde, sowie ein Basaltrelief des Geisaer Amtes mit eingelassenen Hülsen zur Kennzeichnung der geschleiften Höfe und Ortsteile.) Ein Stück weiter zweigt der Lehrpfad links ab und verläuft, stetig ansteigend, zur Kuppe mit Schutzhaus, Sitzgruppe, Grillrost, Aussichtsbalkon und Informationstafeln. Kurz zuvor befindet sich der Basaltblock mit der Gedenktafel von Geheeb und Goldschmidt.
Rückweg: In nördl. Richtung bis zur Schranke. Von hier ab verläuft der Weg steil bergab in Richtung Schleid bis vor die kleine Ulsterbrücke. An der Ulster entlang führt der Weg bis nach Geisa.

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Zeitungsartikel

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