Der Rockenstuhl


Das 529 m hohe Wahrzeichen des Geisaer Landes liegt etwa 5 km südlich von Geisa zwischen Ulster- und Geisatal. Der Rhönklubzweigverein Geisa erkannte sehr bald nach seiner Gründung 1876 den Wert des Berges als Wanderziel.

Im Jahre 1890 wurde daher die erste Schutzhütte am Rockenstuhl gebaut. Das Holzgebäude musste 1901 durch einen Massivbau – wiederum aus Mittteln des Rhönklubzweigvereins – ersetzt werden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Schutzhütte dem Verfall preisgegeben. Der Rhönklub existierte nicht mehr. Doch Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es trotz der schwierigen Bedingungen in der damaligen DDR erste Aktivitäten zum Wiederaufbau der Schutzhütte. Nach der politischen Wende konnte die Mittelbereitstellung erwirkt werden. Die neue Schutzhütte wurde am 29. Juli 1990 eingeweiht.

Ein jährliches Rockenstuhlfest ist im Geisaer Amt Tradition geworden. Dazu bietet der Festplatz am Südhang des Berges eine gute Voraussetzung. Die Reste einer ehemaligen Burganlage findet man in der Nähe der auf dem Rockenstuhl vor­handenen Schutzhütte. Diese Schutzhütte ist in der Regel abgeschlossen, steht aber allen interessierten Gruppen nach Anmeldung beim zuständigen Revierleiter Gerhard Pagel zur Verfügung. Vom neu errichteten Balkon aus hat der Wanderer einen herrlichen Blick in die Hohe Rhön. Sitzplätze vor dem Schutzhaus und zwei überdachte Sitzgruppen im ehemaligen Schlosshof bieten ausreichende Rastmöglich­keiten.

Am Fuße des Berges befindet sich das fünf Meter hohe „Kreuz der Geiserämter“, welches im Rahmen des Mittelalterfestes 2006 feierlich eingeweiht wurde. Auf einer Basaltfläche ist das Geisaer Amt mit den geschleiften Höfen dargestellt.