Point Alpha


An dem "heißesten Punkt im Kalten Krieg" standen sich einst amerikanische Soldaten in ihrem Camp auf hessischer und Grenzsoldaten der DDR auf thüringischer Seite Auge in Auge gegenüber.

Heute ist die Gedenkstätte Point Alpha das wohl aussagefähigste und authentischste Grenzmuseum Deutschlands. Point Alpha ist in seinem Gesamtkomplex ein unvergleichliches Zeitzeugnis und einzigartiger „Lernort der Geschichte“.

Die Gedenkstätte weist auf das Leid der deutschen Teilung hin, warnt vor Diktatur und politischer Willkür. Die idylli­sche Kulturlandschaft Rhön, heute Biosphärenreservat, vermittelt einen friedlichen Eindruck. Dass sich hier über Jahrzehnte menschliche Tragödien abspielten, lässt sich nur noch erahnen.

Der „Observation Point Alpha“ war bis 1990 einer der markantesten Beobachtungs­stützpunkte der US-Streitkräfte. Er ist einmaliges Zeitzeugnis des einstigen Ost-West-Konfliktes. Auf dem Grenzstreifen haben sich trotz des jahrzehntelangen menschlichen Eingriffs in die Naturlandschaft und Einsatzes von Pflanzengiften einzigartige Biotope mit besonderen Busch- und Waldarten, Sümpfen, Heiden und Altgrasfluren gebildet. Seltene Tierarten wie Birkhuhn, Schwarzstorch und Graureiher sind an der ehemaligen Grenze zu finden, die inzwischen als „Grünes Band“ unter Naturschutz steht und als Wanderweg genutzt wird. Aus dem Todesstreifen wurde eine Lebenslinie.

Gedenkstätte Point Alpha - an der Grenze zwischen Freiheit und Unfreiheit

Der historische US-Beobachtungsstützpunkt erinnert an die Zeit, als hier im sogenannten „Fulda Gap“ jederzeit der Beginn eines Dritten Weltkriegs erwartet wurde und Point Alpha der wichtigste Vorposten der NATO war. Nur einen Steinwurf vom Camp entfernt markieren der DDR-Grenzturm und die Rekonstruktion der Sperranlagen die Unmenschlichkeit der Grenze, die vierzig Jahre lang Deutschland, Europa und die Welt teilte. Im Grenzmuseum sind die Mechanismen des Unterdrückungsapparates zu sehen, während eine multimediale Ausstellung die Erinnerung an die Friedliche Revolution bewahrt, die die SED-Diktatur beendete.

Weg der Hoffnung – Kunstwerk.Mahnmal.Anstoß

Über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren entstanden 2009 und 2010 vierzehn monumentale Skulpturen auf dem Todesstreifen der ehemaligen Grenze, die mehr als vierzig Jahre lang die Trennlinie von Freiheit und Unfreiheit markierte. Sie greifen den Gedanken des christlichen Kreuzwegs auf und erzählen damit (eine) Geschichte, die ganz unterschiedliche Aspekte umfasst. Willkür und Unterdrückung, aber auch Mut, Hoffnung und Glauben sind Konstanten dieser Geschichte. Die Point Alpha Stiftung errichtete den „Weg der Hoffnung“ zur Erinnerung an den Widerstand gegen die kommunistischen Diktaturen Mittel- und Osteuropas, unter denen die Menschen Jahrzehnte lang gelitten haben.


weitere Informationen unter:

06651 919030
Platz der Deutschen Einheit 1
36419 Geisa
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