Der Marktplatz


Im Mittelalter war der Marktplatz Zentrum eines ausgedehnten Marktlebens. Es gab Wochenmärkte, zunächst nur von Martini (11. Nov.) bis Ostern jeden Montag, und auch Jahrmärkte. Im Jahre 1587 erteilte der Erzherzog Maximilian von Österreich, Administrator und Commissarius des Stiftes Fulda, der Stadt Geisa das Recht, über das ganze Jahr hinweg Wochenmärkte abzuhalten. Der Marktplatz konnte bald die Anforderungen der verschiedenen Märkte nicht mehr bewältigen und so wurden noch andere Flächen belegt. Die Krammärkte veranstaltete man nach wie vor am Marktplatz. Der Töpfermarkt (Döbbemarkt) fand im 20. Jh. am Kirchplatz statt, der Schuhmarkt (lt. Erkundigungen) an der Hauptstraße (Nähe des Kirchplatzes). Schweinemarkt war in der Schulstraße und zum Taubenmarkt traf man sich am „Goldenen Stern“. Zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gab es monatlich jeweils donnerstags einen Markttag. Dieser war terminlich und sachbezogen im Märkte-Verzeichnis der Stadt Geisa festgeschrieben. Nach langer Entsagung ist nun mit der politischen Wende (1989/1990) eine Neubelebung von Markttagen erfolgt. Der Marktplatz erlebte mehrere Umgestaltungen, zuletzt in den Jahren 2003 und 2004.