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Feuermann und Hexenbrunnen eingeweiht

 dr. ulrich barnickel erklrt seine intenzion zum feuermann

Dr. Ulrich Barnickel erklärt seine Intenzion zum Feuermann

In den vergangenen Tagen wurden die ersten beiden Stationen des neu angelegten Kohlbachtaler Sagenweges eingeweiht.

„Alte Geschichten und Sagen vermitteln viel über das Empfinden und Denken unserer Vorfahren und sind wichtiger Teil unserer Kultur und Tradition“, erklärte Vereinsvorsitzender Thomas Schütz das Projekt, das der Heimatverein Kohlbachtal organisiert und umgesetzt hatte. „Damit in einer Zeit der Globalisierung unsere regionalen Sagen und Erzählungen nicht verloren gehen, wollen wir diese alten Geschichten beim Wandern anhand von vier Stationen erlebbar machen“, so Schütz. Einheimische Künstler und ehrenamtlich engagierte Bürger sowie der international renommierte Bildhauer Dr. Ulrich Barnickel (Kreuzweg Point Alpha) haben an der Umsetzung der vier Stationen mitgearbeitet. Beginn des etwa 5 Kilometer langen Weges, der auch für Familien und Kinder geeignet ist, ist die Tourismusstation in der Dorfmitte von Kranlucken. Anhand einer Hörstation kann man sich dort informieren und findet auch Prospekte vor, die den Wegverlauf beschreiben.

„Die Hexe von Kranlucken“

Die erste Station, die Mitte Juni von Landrat Reinhard Krebs eingeweiht wurde, ist die „Hexe von Kranlucken“. Das Relief, das sich an der Hauswand der Familie Peter Mihm auf dem Schlossplatz befindet, sowie die Hexenfigur wurden von Clemens Leister aus Kranlucken gestaltet. Finanzielle Unterstützung für das aufwendig gearbeitete Wandbild gab es von der Sparkassenstiftung der Wartburgregion, deren Vertreter Tino Richter, Herbert Romeis und Joachim Press ebenso bei der Enthüllung zugegen waren. Die Anlage des Sagenweges wird zu 65 % von der RAG Leader über das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung in Meiningen gefördert, den Rest trägt der Heimatverein Kohlbachtal. Bei der Anlage der Wanderwege hatten auch die Einheitsgemeinde Schleid sowie die VR-Bank NordRhön Unterstützung geleistet.

Originelle Begrüßung

Originell begrüßt wurden die Gäste bei der Einweihung des „Hexenborns“ von der „Hexe von Kranlucken“ alias Roland Wehner. Die Sage knüpft tatsächlich an geschichtliche Ereignisse an. So gab im Ort 1793 einen Großbrand, der in der Geschichte einer bösen Hexe, die der Dreifaltigkeit abgeschworen hatte, zugeschrieben wird. Musikalisch begleitet wurde die Einweihung von Elmar Mihm am Klavier und Evelyn Hetzer an der Geige, die eine eigene Improvisation von „Hänsel und Gretel“ zu Gehör gaben. Viel Applaus bekam auch das Schattentheater der Theatergruppe Kohlbachtal, das die Geschichte nochmals aus einer anderen Perspektive zeigte.

2. Station „Die Feuermänner“

Die zweite Station des Sagenweges wurde bereits Ende Mai durch Bildhauer Dr. Ulrich Barnickel aus Schlitz, den stellvertretenden Landrat und Vorsitzenden der RAG Leader, Udo Schilling, sowie durch Amtsleiter Knut Rommel vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung eingeweiht. Ebenso waren Klaus Lüneburger von der RAG Leader, Eva Pagel vom Tourismusbüro der Stadt Geisa und Hans-Ludwig Vogt vom Rhönklub Geisa erschienen. Vereinsvorsitzender Thomas Schütz dankte allen Unterstützern und ehrenamtlichen Helfern für deren Beteiligung. Besonders dankte er auch Michael Arnrich aus Kranlucken sowie Katharina Fink aus Schleid für deren ehrenamtliche Hilfe bei den Vergabearbeiten und bei der Gestaltung des Flyers, der in den nächsten Wochen verteilt werden soll
Musikalisch umrahmt wurde die Einweihung des etwa 2,50 großen Feuermannes, der auf dem alten Kirchweg zwischen Kranlucken und Zitters steht, von der Kinderschola Kohlbachtal.

Weitere Stationen

Neben dem bereits fertiggestellten „Franzosenbildstock“ bei Zitters soll noch in diesem Jahr die Sage „Der Schäfer und der Wolf“ in Zitters entstehen. Geplant ist es, einen Brunnen mit einem Cortenstahlrelief zu errichten, welches die Sage zeigt und von Eberhard Leister aus Kranlucken entworfen wird. Durch eine Hörstation in der Tourismusstation in der Ortsmitte von Kranlucken sowie Tafeln in Brailleschrift (Blindenschrift) soll der Weg auch für sehbehinderte Menschen, für die es kaum touristische Freizeitangebote gibt, deutschlandweit attraktiv gemacht werden,
Um den Sagenweg zu beleben, will der Heimatverein Kohlbachtal Wanderführer ausbilden und in Zusammenarbeit mit dem Tourismusbüro der Stadt Geisa ab 2018 spannende Themenwanderungen anbieten: Sagenspaziergänge mit sagenhaftem Menü, Orchideenführungen, Kräuterführungen, Meditationsführungen, Führungen für Schulklassen oder „Führungen für alle Sinne“ für sehbehinderte Menschen. Das Ganze erfolgt in Zusammenarbeit mit der heimischen Gastronomie und Übernachtungsangeboten.
Die Gesamteinweihung des Weges ist im Frühjahr 2018 geplant.

Heimatverein Kohlbachtal e.V.
Manuela Henkel



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