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29 Messdiener am Altar

messdiener buttlar 

29 Messdiener aus Buttlar, Bermbach, Wenigentaft und Borsch am Altar mit Pfarrer Ndiukwu (Foto: Erwin Reuter)

Einer seit über 50 Jahren währenden Tradition folgend, wurde auch in diesem Jahr wieder in die Bittwoche mit einer Prozession am Sonntag vor Christi Himmelfahrt nach Buttlar begonnen.
Es kommen zahlreiche Gläubige aus Bermbach, Borsch und Wenigentaft, alle in Begleitung einer Blaskapelle, nach Buttlar „gewallt“, um dort einen gemeinsamen Gottesdienst zu feiern. Mit dabei sind natürlich auch zahlreiche Messdiener und Fahnenträger. So vereinte dieses Jahr in dem Gottesdienst Pfarrer Dr. Aloysius Ndiukwu insgesamt 29 Messdiener um den Altar, um gemeinsam das „Vater unser“ zu singen.

Der Brauch der Bittgänge vor Christi Himmelfahrt

Der Brauch der Bittgänge in der Zeit vor Christi Himmelfahrt ist in der katholischen Kirche häufig in ländlichen Regionen erhalten geblieben und teilweise sogar wieder neu belebt worden.

Die Bitttage in der Phase des Wachstums der Feldfrüchte zwischen Aussaat und Ernte haben ursprünglich eine agrarische Ausrichtung. Unheil, auch durch Unwetter, wurde als Folge menschlicher Schuld begriffen. Im Messbuch der katholischen Kirche heißt es zu den Bittprozessionen: „An den Bitttagen betet die Kirche für mannigfache menschliche Anliegen, besonders für die Früchte der Erde und für das menschliche Schaffen.“ Neben „Bewahrung der Schöpfung“ können auch Arbeit für alle, Frieden, Brot für die Welt und Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben Motive der Bitten sein. Gestaltungselemente sind traditionell die Litaneien, Psalmen und Wechselgebete sowie der Gesang, häufig in Begleitung einer Blaskapelle.

Prozession nach Buttlar

Die Flurprozessionen an den Bitttagen lassen sich auf eine Anordnung des Bischofs von Vienne Mamertus im Jahr 469/470 zurückführen, wegen Erdbeben und Missernten an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt mit Festen verbundene Bußprozessionen zu halten. Vielerorts finden sie an allen drei Tagen vor Christi Himmelfahrt statt, so auch in vielen Orten des Geisaer Amtes. So ist es seit über 50 Jahren Tradition, die Bittwoche mit einer Prozession am Sonntag vor Christi Himmelfahrt nach Buttlar zu beginnen. Es kommen zahlreiche Gläubige aus Bermbach, Borsch und Wenigentaft, alle in Begleitung einer Blaskapelle, nach Buttlar „gewallt“, um dort einen gemeinsamen Gottesdienst zu feiern. Mit dabei sind natürlich auch zahlreiche Messdiener und Fahnenträger.

Viele Messdiener vereint – Rekordverdächtig?

So vereinte dieses Jahr in dem Gottesdienst Pfarrer Dr. Aloysius Ndiukwu insgesamt 29 Messdiener um den Altar, um gemeinsam das „Vater unser“ zu singen. Nach dem Gottesdienst werden durch alle anwesenden Musikanten, die „Bermbacher Blasmusik“ aus Bermbach, die „Ulstertaler Musikanten“ aus Borsch und die Bläsergemeinschaft aus Buttlar/Wenigentaft, gemeinsam das Bonifatiuslied intoniert, ehe die Wallfahrer und Musikanten sich wieder für die Prozession in die Heimatorte formieren. Betend und singend erreicht man gegen die Mittagszeit wieder die Heimatorte. In manchen Familien wird dann dieser Tage, vornehmlich auf das Fest Christi Himmelfahrt zum Mittagessen der traditionelle Flurgöinter, ein gekochter Schwartemagen, zum Mittagessen serviert.

Erwin Reuter

 

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